Stadt.Land.Welt-Web - Digitale Vortragsreihe zur Agenda 2030


Mit dem langsamen Wiedereintreten in eine neue Normalität gibt es aktuell neben den persönlichen Fragen auch viele gesellschaftspolitische Fragestellungen, die die Menschen bewegen. Was lernen wir als Gesellschaft aus der Krise? Werden wir unsere Wirtschaft nachhaltiger gestalten oder gibt es danach ein fatales "weiter so“ oder „jetzt erst recht“?

Diese und viele weitere aktuelle Fragen stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit den 17 Zielen / Sustainable Development Goals der Agenda 2030, die von den Vereinten Nationen im Jahr 2015 verabschiedet wurden. Wie steht es um die 17 Ziele – ist ihre Umsetzung gefährdet oder gibt es gerade jetzt eine Chance der Wende? Stadt.Land.Welt. – Web befragt Expertinnen und Experten nach dem Stand des Zielesets als Ganzes und nach dem Stand einzelner Ziele.

Die digitale Veranstaltungsreihe findet im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) statt und ist eine Kooperation zwischen Engagement Global und dem Deutschen Volkshochschulverband DVV und DVV International. Sie bleiben zu Hause und sind dennoch beim Lernen und Diskutieren dabei! Die Anmeldung zu den Veranstaltungen erfolgt über die teilnehmenden Volkshochschulen vor Ort. Sie benötigen lediglich einen PC/Laptop oder ein mobiles Endgerät mit einem Internetanschluss.

21. April 2021, 19 Uhr - ANMELDUNG HIER

Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung:

17 Ziele - Überblick und Zwischenbilanz 

Alle Menschen mitzunehmen und niemanden zurückzulassen auf der Reise zu mehr Gerechtigkeit und Wohlstand, zu einer globalen nachhaltigeren Entwicklung bis zum Jahr 2030. Dazu haben sich im September 2015 die 193 Mitgliedsstaaten beim UN-Gipfel in New York mit der Agenda 2030 und den 17 Zielen, den SDGs, verpflichtet. Mit ihr wurde der globale Rahmen für die Nachhaltigkeitspolitik der folgenden 15 Jahre abgesteckt. 

In der Veranstaltung wollen wir einen Überblick über die 17 Ziele geben und eine Zwischenbilanz nach gut 5 Jahren ziehen. Konnte die Agenda grundlegende Veränderungen in Politik und Gesellschaft anstoßen? Wie steht es um das zentrale Leitmotiv der Agenda „Leave no one behind“ im Umsetzungsprozess? Hat die Corona-Pandemie die Fortschritte auf dem Weg zu den Zielen zunichte gemacht und negative Trends noch verstärkt? Was kann jede und jeder Einzelne tun, damit es doch noch gelingt die Ziele zu erreichen? 

Über den Referenten:

Jens Martens

Dipl. Volkswirt, Geschäftsführer des Global Policy Forums und seit dessen Gründung 2004 Leiter des Europa-Büros. Er war als Vertreter der Zivilgesellschaft am Prozess der Ausarbeitung der SDGs beteiligt. Seit 2011 koordiniert er die Civil Society Reflection Group on the Agenda 2030 for Sustainable Development.

 9. Juni 2021, 19 Uhr - ANMELDUNG HIER

Eine Reise in die Unterwasserwelt der Meere

Ziel 14: Leben unter Wasser

Unzählige Gäste besuchen tagtäglich unsere Meere, in diesen Zeiten auch vermehrt unsere heimischen Strände an Nord- und Ostsee und freuen sich über Strand und schöne Natur. Doch den meisten bleibt verborgen, was es unter der Wasseroberfläche zu entdecken gibt. Auf dieser Entdeckungsreise unter die Oberfläche werden verschiedene Lebensräume der Meere und ihre Bewohner vorgestellt und die Problematiken, die sie belasten, beleuchtet. Zudem wird darauf eingegangen, welchen Einfluss jede*r Einzelne auf die Meereswelten hat und welche Lösungsansätze es gibt.

Stefanie Sudhaus, Meeresschutzreferentin des BUND in Schleswig-Holstein und Mitorganisatorin der Meeresschutzplattform „Ocean Summit“ (www.ocean-summit.de) nimmt Sie mit in die geheimnisvolle Welt unter Wasser – ganz trockenen Fußes und ohne weite Flüge. Welche Lebensräume finden wir in den Meeren und wer lebt dort? Können Seesterne sehen und von wem stammt der deutsche Kaviar? Gibt es Haie in der Ostsee? Und was hat es mit der Rippenqualle auf sich? Lebt im Sand jemand? Was bedroht unsere Meere nicht nur hier, sondern weltweit? Und was kann für die Rettung des Ozeans getan werden? Zusammen finden wir Antworten auf diese und andere Fragen und lernen die Faszination unserer Meere kennen.

Über die Referentin:

Die gebürtige Bayerin Stefanie Sudhaus lernte als Au-Pair in Kapstadt das Meer kennen und lieben. Nach ihrem Studium der Meeresbiologie in Kiel und Odense arbeitete sie mehrere Jahre als Forscherin am GEOMAR in Kiel. Seit 2012 ist sie als Meeresschutzreferentin für den BUND Schleswig-Holstein tätig und ist Mitorganisatorin des Ocean Summit. 

 14. Juli 2021, 19 Uhr - ANMELDUNG HIER

Entwicklungszusammenarbeit als Friedenspolitik? Das Beispiel Mali

Ziel 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

Trotz der starken Präsenz deutscher Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit und des Auslandeinsatzes der Deutschen Bundeswehr erfahren die Bürger*innen in Deutschland kaum etwas über die aktuelle Situation in Mali. Dabei zeigt dieses Beispiel viele Herausforderungen für die Etablierung eines Nachhaltigen Friedens, dem 16. Ziel der SDG. Wichtige Komponenten eines solchen Friedens sind die Förderung der staatlichen und nicht-staatlichen Strukturen vor Ort. Welche Rolle die Bundesrepublik Deutschland bzw. Deutsche Organisationen in diesem Prozess spielen können, werden Jürgen Koch, ehemaliger Landesdirektor der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und Martin Westphal Regionalleiter Westafrika mit Sitz in Mali des Instituts für Internationale Zusammenarbeit des deutschen Volkshochschul-Verbandes e.V. (DVV International) aufzeigen.

Über die Referenten:

Jürgen Koch begann seine berufliche Laufbahn am Südasien-Institut Heidelberg der Universität Heidelberg als Wissenschaftlicher Mitarbeiter. Er war Leiter der Auslandsabteilung einer DGB-Gewerkschaft, bevor er in Brüssel für ein britisches Beratungsunternehmen arbeitete. In Brüssel wechselte er 1998 zur damaligen GTZ (Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit), deren dortiger Vertretung er sechs Jahre leitete. Für die GIZ war er danach Leiter des Büros in Thailand, des Regionalbüros Golf in den Vereinigten Arabischen Emiraten, von 2015 bis 2019 Direktor der GIZ in Mali und im letzten Jahr u.a. Interims-Abteilungsleiter für den Bereich Westafrika der GIZ.

Martin Westphal, Regionalleiter Westafrika bei DVV International, arbeitet seit vielen Jahren in der Erwachsenenbildung, zunächst in der beruflichen Fortbildung, danach als Pädagogischer Mitarbeiter in der Weiterbildung für gewerkschaftlich organisierte Betriebsräte und Vertrauensleute. Danach übernahm er die Leitung einer Heimvolkshochschule, daran anschließend für mehrere Jahre die Geschäftsführung der Volkshochschule Delmenhorst gGmbH. Seit März 2020 arbeitet er für DVV International und ist seit Juli 2020 in Bamako, Mali, in seiner jetzigen Funktion tätig.


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